2-Kanal Röhren Prozessor für die Verbesserung von Dynamik
Der Klang wird subjektiv lauter bei der Verarbeitung, hat mehr Punch und Kraft. Zu glasklare Sounds erhalten die nötige Wärme, welche beim digitalen Recording oft als fehlend empfunden werden.
Lieferkosten
GRATIS LIEFERUNG innerhalb der Schweiz!
Beschreibung
Auch die zweikanalige Version ist ein perfektes Werkzeug zur nuancierten bis brettharten Verzerrung von Kick Drum-, Snare- oder Lead-Sounds, MIDI-Gitarren oder beliebige Synthesizer klingen endlich vernünftig und gewinnen an Durchsetzungsvermögen und Präsenz. Die zweikanalige Version verfügt über XLR- und Klinken-Ein- und Ausgänge.
... Neben Röhrenverzerrungen werden auch bandsättigungsähnliche Limiting-Effekte erzeugt, durch die der Headroom digitaler Recorder besser ausgenutzt und somit Lautheit gewonnen werden kann.
Die Signale bekommen enormen Druck und Punch, auch perkussive Instrumente behalten ihren Klang, wenn sie digital aufgezeichnet werden.
Das Bedienungskonzept ist denkbar einfach: Jeder Kanal verfügt über drei Potentiometer, mit denen die Röhrenansteuerung, die Röhrenklangvariation und der Ausgangspegel eingestellt werden.
Konzept:
Der Charisma ist eine gemeinschaftliche Entwicklung mit Manfred Reckmeyer, der seine ausgezeichneten Kenntnisse der Röhrentechnik und seinen Ideenreichtum hauptsächlich in kundenspezifischen Modifikationen von Röhren-Gitarrenverstärkern verwirklicht hat.
Wer könnte also das Konzept des Charisma besser beschreiben als der Entwickler selbst - wir zitieren daher aus dem Interview mit ihm aus Production Partner 3/96:
"Seit es die digitalen Mehrspur-Recorder wie ADAT oder DA-88 gibt, höre ich immer wieder aus Studio- oder Toningenieurkreisen, dass diese praktischen und recht preiswerten Geräte eine wirkliche Recording-Alternative darstellen. Jedoch vermissen viele den nötigen Punch, wie man ihn von einer analogen Bandmaschine gewohnt ist, und so nehmen sie doch bestimmte Instrumente lieber direkt analog auf oder überspielen die z. B. von Vorproduktionen stammenden Mehrspur-Cassetten vor der Weiterverabeitung erst einmal auf eine analoge 24-Spur-Maschine auf, um die Tracks "zum Leben" zu erwecken. Ähnlich sieht es auch bei den Harddisk-Recording-Systemen aus. Diese Systeme sind mit ihren unglaublichen Edit-Features wirklich sehr interessant, doch viele Ingenieure vermissen auch hier etwas im Sound."
Die hier beschriebene Problematik dürfte vielen vertraut sein. Der Charisma stellt eine Lösung dar, die weit über die blosse Simulation einer Bandsättigung hinausgeht. Die im Charisma realisierte Röhrenschaltung weist eine einzigartige Besonderheit auf: das Sättigungsverhalten der Röhren lässt sich manipulieren.
Dabei ist das Bedienungskonzept denkbar einfach aufgebaut: Jeder Kanal des Charisma verfügt über drei Potentiometer, mit denen Sie die Röhrenansteuerung (Drive), die Röhrenklangvariation (Charisma) und den Ausgangspegel (Output) kontrollieren können. Über den Drive-Regler wird die Ansteuerung der Röhrenelektronik eingestellt. Je höher der Wert der Ansteuerung, desto mehr harmonische Verzerrungen produziert die Röhre. Gleichzeitig verstärkt sich die Limitierung mit der Annäherung an die Sättigung der Röhre, was dichtere Verzerrungen zur Folge hat.
Mit dem Charisma-Regler lässt sich der Klang des "Bandsättigungseffekt" regeln. Hierbei stehen zwei Klangcharakteristika zur Verfügung: "soft" und "hard". Vergleichbar mit den schaltbaren Soft-/ Hard-knee-Charakteristiken bei Kompressoren kann stufenlos zwischen radikalem und weichem Einsatz der Röhren gewählt werden.
Im Soft-Regelbereich regeln sich die harmonische Verzerrung und das Limiting-Verhalten langsam ein - im Gegensatz zum Hard-Bereich auch schon bei geringeren Pegeln. Das Klangbild wird im Vergleich zur Hard-Charakteristik weicher, weniger brillant und erhält einen höheren Verzerrungsanteil. Im Hard-Regelbereich setzt die harmonische Verzerrung erst später ein, begrenzt dann aber hart den Pegel. Das Signal klingt perkussiver und hat viel Punch. Entsprechend der ausgewählten Charakteristik und Intensität können Anpassungen der Drive-Einstellungen die gewünschten Effekte unterstreichen.
Mit dem Output-Regler wird der Ausgangspegel des Kanals bestimmt. Pegelerhöhungen durch hohe Drive-Ansteuerungswerte können so wieder an Ursprungswerte angeglichen werden. Eine optimale Anpassung an nachfolgende Geräte ist dadurch sichergestellt. Der Active-Schalter ermöglicht den Vergleich zwischen bearbeitetem und unbearbeitetem Signal zur Klang- und Pegelkontrolle.
Anwendungen
Der Charisma ist überall einsetzbar, wo Audiosignale mit exzellentem Röhrenklang aufgewertet werden sollen. Die achtkanalige Version ist ideal zur Klangbearbeitung in Verbindung mit digitalen Mehrspurrekordern oder Harddisk-Rekordern geeignet, kann aber ebensogut zusammen mit grösseren analogen oder digitalen Bandmaschinen betrieben werden.
Im MIDI-Studio ist der Charisma der ideale Prozessor zur Einzelkanalbearbeitung. Hier wird es entweder in die Inserts des Pults eingeschleift oder zwischen Synthesizer oder Sampler und Pult geschaltet. Die wohl flexibelste Studiointegration erreicht man, indem man den Charisma auf eine Patchbay legt und sich dann die gewünschten Schaltungen steckt. Sehr praktisch kann aber auch die Bearbeitung der Subgruppen eines Mixers mit eingeschleiftem Charisma sein.
Ergebnis
Die röhrenspezifischen Limitierungs- und Klangeffekte des Charisma sind schon während der Aufnahme vorzüglich auszunutzen - bezüglich der Einsatzmöglichkleiten sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Klanglich erreicht das Signal je nach gewählter Chrakteristik mehr Präsenz, Punch oder Wärme. Bei digitalen Aufnahmen können kritische Peaks abgefangen werden, was bei gleichem elektrischem Pegel die Lautheit deutlich erhöht. Die Zeiten, in denen Drums generell analog aufgenommen werden mussten oder digital aufgenommene den Umweg über eine analoge Bandmaschine nehmen mussten, sind vorbei: Der Charisma verleiht perkussiven Instrumenten den nötigen Druck, auch analogen Drums kann mühelos noch mehr "Pfund" mitgegeben werden. Alle Instrumente - ob akustische oder elektronische - profitieren von den Vorzügen der Charisma-Bearbeitung, bekommen eine klarere Kontur und höhere Transparenz, was im Gesamtklangbild die Tiefenstaffelung und die Durchsetzung im Mix verbessert.
Auch Stimmen abzumischen bedeutet nicht mehr, den flauen Kompromiss zwischen Verständlichkeit und verträglichem Stimmpegel hinnehmen zu müssen: die erhöhte Lautheit erleichtert das Einbetten im Mix und natürlich schmeichelt analoger Röhrensound jeder Stimme, wobei insbesondere die "greifbare" Präsenz erfreut. Allzu "cleane" Stimmen können "rauchiger" werden.
Keyboard- und Samplesounds gewinnen an Natürlichkeit, Wärme und Lebendigkeit. Dancefloor-Produzenten werden sich über ein taugliches Werkzeug zur Verzerrung von Bassdrum, Snare- oder Leadsounds freuen, ohne sich dafür z. B. mit Gitarrenamps herumschlagen zu müssen. Vernünftige MIDI-Gitarrensounds sind schnell produziert, während man mit jedem Synthesizer druckvolle, neue Sounds kreieren kann. Selbst originale TB 303-Sounds bekommen noch einen zusätzlichen Kick.
Anschlüsse
Der Charisma ist mit Neutrik-Stereo-Klinkenbuchsen für symmetrischen Betrieb ausgestattet. Die Klinkenbuchsen können auch asymmetrisch ohne einen Pegelsprung durch Zwangssymmetrierung betreiben werden. Hochwertige SSM-Präzisions-Symmetriestufen realisieren eine hohe Gleichtaktunterdrückung durch lasergetrimmte Widerstände. Über den Charisma können lange Kabelwege zu den Aufnahmegeräten mit hochwertigerer Symmetrie betrieben werden, als sie in den meisten Digitalrekordern zu finden ist. Nur die Verkabelung auf den Rekorder erfolgt dann unsymmetrisch.
-------------------------
[Der nachfolgende Text bezieht sich auf den 8-Kanaligen Bruder]
Gefühlvoll in die Sättigung
achtkanaliger Tube Processor "Charisma" von SPL
Quelle: Audio Professional
Autor: Martin Hömberg
Dem Klang sind wir verpflichtet - Röhre, Transistor, Digitaltechnik, so lauten die Stationen des Fortschritts, an dessen Ende das Ideal des "puren Sounds" steht, mit linealgeradem Frequenzgang, frei von Klirrfaktor, Rauschen und anderem "Schmutz" - klinisch sauber eben. Ist demnach der Höhepunkt der reinen Klangkultur erreicht, wenn der sound in Form von frei verfügbaren, berechenbaren, manipulierbaren und beliebig transferierbaren Zahlen - kurz in digitaler Form - vorliegt? Dann stünde allerdings die Frage im Raum, warum gerade in jüngster Zeit immer mehr Röhren-Produkte mit dem Anspruch antreten, das digitale Klangbild ausgerechnet mit "Schmutz" verbessern zu wollen. Leben wir denn mittlerweile in einer verkehrten Audiowelt, wo wir, nachdem unsere Kasse jahrzehntelang durch den Kauf immer klangreinerer Produkte gehörig strapaziert wurde, nun für diesen "Schmutz" - für Klirrfaktor, für Verzerrungen, für zum Teil reduzierte Dynamik nun auch noch Geld bezahlen sollen?
Spass beiseite und abrupter Perspektivwechsel - die Idee, das Klangbild durch Hinzufügen mehr oder weniger kontrollierter Verzerrungen wärmer, dichter und verbindlicher zu gestalten ist nicht neu. Man erinnert sich noch an den ersten Aphex "Aural Exciter" (geschützte Warenbezeichnung, mit vergossenem Schaltkreis usw.), der Ende der Sibziger Jahre gegen einen - aus heutiger Sicht - horrenden Tarif je prozessierter Spielminute an Studios vermietet wurde. Kaufen konnte man ihn damals nicht, und die Art und Weise, wie dieser erste Aural Exciter unter's Volk gebraccht wurde, ist für mich noch heute das ausgekochteste Marketing-Manöver, dessen die professionelle Audiowelt bislang teilhaftig wurde. Es dauerte zwei bis drei Jahre, da wusste jeder: Dieser geheimnisumrankte Prozessor macht - ganz banal - Klirrfaktor! Dies wurde dann auch offen eingestanden, woraufhin im Laufe der folgenden Jahre eine wahre Flut von Excitern, Refreshern, Enhancern und ähnlich betitelten Klangprozessoren den Markt überschwemmte. Unbestritten ist seit langem: Die preiswerte - und daher weit verbreitete - Digitaltechnik ist klanglich oft unbefriedigend, da unter anderem die Durchzeichnung von Klängen aller Art im unteren Dynamikbereich zu wünschen übrig lässt; dem kann man allerdings mit aufwendigeren Wanddlern abhelfen. Man kann sich aber auch zu einem anderen Ansatz der Aufwertung entscheiden, der vielleicht mehr in Richtung "Klangdesign" geht - gemeint ist eine Röhrenstufe. der Markt bietet Röhren-Preamps, Röhren-Equalizer, Röhren-Kompressoren - die letzteren Anwendungen zum Teil auch in einem Gerät kombiniert. Ein in seiner Art einzigartiges Gerät auf diesem - mittlerweile schon tendenziell unter einem Überangebot leidenden - Markt ist "Charisma" der deutschen Herstellerfirma SPL, der internationalen Audiogemeinde bekannt durch "psychoaktustische" Prozessoren, wie beispielsweise dem "Vitalizer". Man legt in diesem Hause traditionell Wert auf eine vollmundige Gerätebezeichnung, der Duden definiert "Charisma" als "Göttliche Gnadengabe". Wohlan denn:
SPL "Charisma"
"Charisma" wurde in erster Linie für die Betreiber modularer Achtspur-Digitalrecorder vom System Adat oder DA-88 entwickelt. Sein Ziel: Mit einfachster (Dreiknopf-)Bedienung soll der oft "dünne" Digital-Sound aufgewertet werden. Beabsichtigt sind einerseits klangliche Wirkungen, wie sie bei Analogtechnik durch unterschiedliche Grade der Bandsättigung erzielt werden, andererseits eine bereits deutlich hörbare "Aufrauhung" des Sounds - Kennern der E-Gitarrenterminologie etwa als Sustain, "Crunch" oder (leichter) Overdrive geläufig. Das Layout des Prozessors ist überaus schlicht: Er verfügt über symmetrische Klinkenein- und Ausgänge mit einem Betriebspegel von +6 dB. Ein Ground Lift-Schalter bietet sich als Hilfe beim Beheben von Brummstörungen an. Die Frontseite zeigt je Kanal 3 Potis mit Rändelrasterung: Drive, Output und "Charisma", ausserdem 2 LED's. "Process" und "Maximum". Jeder Kanal kann mit dem Bypass-Schalter überbrückt werden. Mit dem Drive-Regler (Wertebereich: Unendlich bis +24 dB) steuert man die Röhrenelektronik an und ermittelt dabei (per Gehör) den optimalen, respektive erwünschten Arbeitspunkt. Die dadurch hervorgerufenen Pegelerhöhungen kompensiert man, wie bei einem Kompressor, mit dem Output-Poti, so dass im aktivierten wie im Bypass-Zustand gleiche Pegelverhältnisse möglich sind. Die "Process"-LED leuchtet auf, sobald die Röhre ihren Arbeitspunkt erreicht hat, an dem sie beginnt, Harmonische zu produzieren. Das "Charisma"-Poti reicht von "Soft" bis "Hard" und variiert das Sättigungsverhalten der Röhre. Es werden je nach Einstellung unterschiedliche harmonische Strukturen bzw. Übergänge produziert. Vergleichen können wir dies mit einem Kompressor mit variabler Knie-Charakteristik: Bei der Einstellung "Soft" entstehen Begrenzung und Harmonische allmählich, also auch schon bei geringeren Pegeln. Bei "Hard" setzt dieses Processing später ein, dann aber abrupter. Das Regelverhalten entspricht dann mehr einem Limiter. Die "Maximum"-LED zeigt an, dass das Processing in seiner Intensität nicht mehr gesteigert werden kann: die (maximale) Sättigung der Röhre ist erreicht. Eine weitere Anhebung des Eingangspegels führt nunmehr zu einer dichteren Verzerrung, weil so auch leisere Partien des Signals "in die Sättigung gefahren" werden.
Praxis
Während einer Mischung entstand das Bedürfnis, Während einer Mischung entstand das Bedürfnis, einem dynamischen, detailreichen Samplingsound mit breitem Frequenzspektrum, der (leider zwangsläufig) durch mehrere A/D/A-Wandlungen gegangen war, mehr "Wärme" zu verleihen. Der Sound klang ein wenig dünn und höherbetont - ein "typischer Digitalsound", wie man (ketzerisch?) anmerken könnte. Das Mittel der Wahl wäre hier normalerweise der Equalizer gewesen, hätte nicht der Charisma zur Verfügung gestanden. Und obgleich ich zu diesem Zeitpunkt noch keinen Blick in das Handbuch geworfen hatte und die darin enthaltenen Hinweise nicht kannte, erzielte ich - bezüglich dieses Sounds - mit ein wenig Spielen an den drei Knöpfen des Charisma kurzfristig deutlich mehr an "Wärme", "Abrundung" und Durchsetzungsvermögen, als ich erwartet hatte - ohne Kompromisse, wie sie beim Bearbeiten solcher Sounds mit dem EQ in der Regel zu erwarten sind. Die im entsprechenden Kanal vorgesehene Dynamik-Automation konnte ich mir daraufhin sparen: der Sound passte sich durchweg nahtlos in das Klangbild ein. Weitere Experimente mit dem Charisma, die später in aller Ruhe erfolgten, zeigten ebenfalls dessen verblüffende Eigenschaften: Bei perkussivem Material, wie den Trommeln eines (sehr alten) Drumcomputers beispielsweise, erinnerte mich das Ergebnis exakt an den Sound meiner verflossenen 16-Spur-Analogmaschine (in 2"-Technik, ohne Noise Reduction). Das Resultat war unter anderem eine erhöhte Lautheit bei einem um mehrere dB geringeren Pegel. Wer also regelmässig mit landläufigen Sampling Drums bzw. - Percussion zu tun hat, sollte sich eine Hörprobe mit Charismas Sättigungseffekt gönnen, mit einiger Sicherheit wird er künftig auf diese Aufwertung ebensowenig verzichten wollen wie bei vielen Synthesizer-Sounds. Geschmackssache hingegen sind Bearbeitungen von Vocals und akustischen Instrumenten - wenn es weniger auf "Druck" als auf Dynamik und (freistehende) Transparenz ankommt, erbringt ja auch die Bandsättigung nicht immer den optimalen Sound. Der Charisma bietet sich als eine Art universelles Kompressions-Tool an, wobei der Phantasie und Kreativität kaum Grenzen gesetzt sind: So fungiert er beispielsweise, einem Digitalrecorder vorgeschaltet, als "Peak Stop"-Limiter oder präsentiert sich als Werkzeug für Gitarristen und Keyboarder, die damit im Studio mehr oder weniger deftige "Crunch"- oder "Overdrive"-Effekte erzielen oder ihre Gitarre einfach nur ein wenig "smoky" klingen lassen wollen. Anzumerken wäre noch, dass bei keinem der durchgeführten Experimente mit dem Charisma Rauschen als Problem auftrat.
Fazit
Wenn der Inhalt ihrer Audio-Aktivitäten überwiegend aus klaren und transparenten Aufnahmen mit - oft freistehenden - akustischen Signalen bsteht und Sie in dieser Hinsicht den Sound Ihres modularen Achtspur- oder DAT-Recorders konsequent verbessern wollen, so empfiehlt sich zunächst die Anschaffung besserer Wandler und "in zweiter Instanz" eine Probesession mit Charisma. Wenn Sie dagegen mehr im Pop-, Jingle- oder Nachvertonungsgewerbe zuhause sind und sich ein einfach zu bedienendes Sound-Werkzeug in achtfacher Ausfertigung wünschen, das Ihnen Bandsättigungseffekte und vielerlei gefühlvolle Overdrives ermöglicht und gleichermassen den Sound Ihrer modularen Achtspur in diesem Sinne aufwertet, dann dürfte es derzeit wohl kaum eine bessere Wahl als Charisma geben. Von allen Studio-Röhrenprozessoren, die ich kenne, sind hier die Übergänge von "clean" über "Sättigung" und "smoky" bis zu aufgerauhteren Charakteristika wie "Crunch" bzw. "Overdrive" auf die mit Abstand sensibelste Weise zu regeln. Auch wenn Sie nicht über ein modulares Achtspur-System verfügen, jedenfalls aber ein Mischpult voll mit MIDI-Sounds haben, so sollten Sie dringend 'mal ein paar Inserts für einen Charisma-Hörtest reservieren und unter dem Motto "Erlaubt ist, was gefällt", Ihren persönlichen Geschmack aktivieren, denn der ist auf jeden Fall gefragt. Gegebenenfalls ist das Thema "Röhren-Overdrive-Processing" im Hause SPL mit diesem Achtkanaler ja auch noch nicht abgeschlossen - für Follow-Up-Produkte gibt es sicherlich einen Markt. So wäre beispielsweise für etliche Anwender auch ein Zweikanal-Gerät wünschenswert, da es für eine Reihe von Einsatzfällen völlig ausreicht; mögicherweise könnte es sogar mit ein paar zusätzlichen Finessen ausgestattet sein ...
------------------
The Charisma 2 is a dual channel tube processor designed to improve the power, punch, dynamics and the subjective loudness of processed signals. Designed to introduce a subjective tonal warmth and a smooth bottom end into digitally recorded material, Charisma exceeds the mere simulation of tape saturation.
Charisma also helps to prevent overload and clipping on digitally or analogue recorded tracks. Charisma gives your signals more clarity, transparency and presence. Each part of the mix, instrument or vocal can easier be distinguished and located. Using the Charisma on single instruments alone lets those signals stick out of the mix. It also helps you to place vocals in a densed playback and maintaining their presence. The Charisma is equipped with XLR-connectors and TRS stereo jacks for balanced operation.
-----------------------
Concept
CHARISMA is an tube processor designed to improve the power, punch, dynamics as well as the subjective loudness of the signal being processed. CHARISMA also optimizes the headroom exploitation of digital recording systems by helping to prevent overload while recording. Subjectively, CHARISMA introduces tonal warmth and a smooth bottom end into digital recording. CHARISMA is a joint development with Manfred Reckmeyer, whose exceptional knowledge of tube technology, plus his aural imagination, have resulted in some amazing custom designs for tube guitar preamps. Who could better describe the concept of CHARISMA than the developer himself? - we quote from an interview with Production Partner magazine: "Since digital multitrack like ADATs or DA-88 have been around, I have heard from many recording engineers that these are practical and affordable products that represent a real recording alternative. Still, many miss the punch of analogue tape machines, so they decide to record certain instruments on analogue, or they dub the digital multitrack onto an analogue 24-track to breath some life into the tracks. It is very similar with hard disk recording systems. These systems provide incredible editing features, but many engineers miss something in the sound, too." What is described here is familiar to many of us. CHARISMA represents a solution that exceeds by far the mere simulation of tape saturation. CHARISMA's tube saturation characteristic can actually be manipulated. Even so, the concept of operation is kept simple: Each CHARISMA-channel has three potentiometers with which you can drive the tubes (Drive), change the tube saturation characteristic (Charisma) and set the output level (Output).
Controls
Drive
The Drive control sets the drive level to the tubes. You have control over the tube's onset of saturation to find the optimum point of processing. The higher the Drive, the more tube harmonics are being generated. At the same time, limiting gets stronger, increasing the density of the tube distortion.
Charisma
This unique control varies the tube saturation sound and allows you to create varying sound characteristics from 'soft' to 'hard'. Creating different tube sounds results in varying harmonic structures, and adjustments in the soft control range bring in the harmonic distortion and the tube limiting very slowly (you can compare this with the soft-knee characteristic of a compressor). In comparison to the hard control range, the soft effect starts off at relatively low levels. The sound becomes smooth and warm, is a little softer, and contains more harmonic distortion than the hard sound. In the hard control range, CHARISMA operates comparably to the hard-knee characteristic of a compressor. The processing starts with full effect at one point whereupon the signal is sharply limited, and at this point, the sound becomes punchy and crisp. Depending on the selected characteristic and intensities, a readjustment of the Drive control may further emphasize the desired effect.
Output
The Output control sets each channel's output gain to compensate for the level increase when the Drive control has added level to drive the tube circuitry. The bypass switch switches each CHARISMA channel in and out of processing (hard-bypass), and the bypass switch is labelled according to channel number.
Applications
CHARISMA can be used everywhere, where audio signals might benefit from the excellent tube sound. The 8-channel concept is ideal for use in conjunction with digital multitrack or hard-disk recorder systems, but it can equally be used with analogue tape or DASH machines. In the MIDI studio, CHARISMA is ideal for processing single tracks such as keyboard or sampler sounds as well as vocals. In this application, the CHARISMA is inserted into the mixer's channels inserts or directly between the source and the desk. The most flexible way to use CHARISMA in the studio is to wire it into the patchbay. That way you can decide, whether it should be used while recording or later during mixdown Ð or simply inserted into specific channels. Processing subgroups is another interesting application. Using CHARISMA while recording to digital is the most beneficial application as the tube limiting prevents clipping.
Result
Making use of the typical tube harmonics and saturation sounds, as well as the natural tube limiting effect, while recording, is of benefit to almost any signal - indeed there's almost no limit to the applications. The sonic implications can best be characterized as gaining more presence, punch, and warmth. When recording to a digital media it is essential to avoid clipping and the tube limiting is a great tool for this purpose. Critical peaks are smoothed resulting in increased subjective loudness while controlling the electrical level. Traditionally, drums have been recorded to analogue tape - even digital drum tracks are frequently copied to analogue tape purely to capture the sound of tape saturation. With CHARISMA, you can achieve the same analogue warmth, punch and power without the inconvenience or noise of an analogue tape machine. Even sampled drums really start to sound much more like real drums. Acoustic guitars benefit from the CHARISMA effect with improved transparency and clarity, yet the recorded instrument retains the same liveliness and character as the original. Electronic basses become better focused, or you can add just a hint of deliberate distortion to help make them stand out in a busy mix. When recording vocals, the CHARISMA allows the voice to stand out in the mix without increasing the actual level - any good studio mic effectively becomes a valve mic. Intelligibility is greatly enhanced by the tube harmonics, and you can even make a clean voice sound smoky by driving the CHARISMA a little harder. That's something a tube mic doesn't allow you to do. Producers of dancefloor/trance or ambient music will find CHARISMA a remarkable creative tool for distorting bass drums, snare- and lead sounds absolutely free from noise and hum - a clear advantage over the guitar-preamps. Even original 303/808 bass and drum sounds gain additional kick and authority. CHARISMA lets you produce really 'in your face' sounds.
Connections
CHARISMA is equipped with high quality Neutrik TRS stereo jacks for balanced operation. The SSM precision input and output stages feature laser trimmed resistors that make possible common mode rejection of better than 87 dB. Mono-jacks may be used for unbalanced operation without level change - a valuable feature as most desks have unbalanced insert points!