Einige Grundsatzfragen

Warum lohnt es sich, hochwertige, kostspielige und passive Monitore zu kaufen?

  • Die Investition in die Übertragungsqualität der SE MASTERING STUDIO MONITORE verbessert nicht nur die mögliche Produktionsqualität, sie erleichtert auch das Arbeiten, lässt einem sicherer und selbstverständlicher klangliche Entscheidungen fällen und macht die Arbeit effizienter und freudvoller.
  • Die vergleichbar lange Nutzungsdauer der SE MASTERING STUDIO MONITORE ohne qualitative Einschränkungen.
  • Im Bereich der passiven Lautsprecher sind auch in den nächsten Jahren keine Revolutionen in der technischen Entwicklung zu erwarten. Analoge und insbesondere digitale Elektronik entwickelt sich demgegenüber rasch. Daraus resultiert die Investitionssicherheit bei der Anschaffung hochwertiger passiver Monitore: Die Elektronik, insbesondere die DA-Wandler, die Equalizer / Raumequalizer und Verstärker können jederzeit auf den neuesten technischen Stand nachgerüstet werden, ohne dass der ganze elektromechanische Wandler ersetzt werden muss.

Gibt es einen prinzipiellen Vorteil der aktiven Lautsprechertechnik, die analoge oder digitale Verstärker im Gehäuse des Lautsprechers unterbringt?

  • Ja, denn durch die kürze der Verbindung von Verstärkerausgang und Treibereingang wird der ohmsche Widerstand der Zuleitungen gering gehalten, was den Dämpfungsfaktor wünschenswert hoch erhält. Passive Monitore mit externen Endstufen brauchen längere Kabelwege.
  • Festzuhalten ist aber auch, dass der ohmsche Widerstand der Lautsprecherkabel durch grosse Leiterquerschnitte und möglichst kurze Verbindungen sehr gering gehalten werden kann, so dass der prinzipielle Vorteil der Aktivtechnik praktisch entfällt.
  • Und Besonders hochwertige analoge Endstufen mit hohen Dämpfungsfaktoren lassen sich auf Grund ihrer Grösse und ihres Gewichtes nicht sinnvoll in Lautsprecher integrieren.

Mit DSP (Digital Signal Processing) gestützten Steuerungen lassen sich Lautsprecher im Frequenz- und Zeitbereich entzerren. Werden damit nicht die Möglichkeiten des passiven Lautsprecherbaus bedeutend erweitert?

  • Im Prinzip ja - nur erfolgen alle Entzerrungen durch FIR- oder IIR-Filter bezogen auf einen Referenzpegel und damit ohne die Berücksichtigung der dynamisch induzierten nichtlinearen Verzerrungen. Je nach Art und Selektivität der Entzerrung der linearen Verzerrungen durch DSP wird diese jedoch selbst zur potentiellen Quelle von klanglichen Artefakten in den dynamischen Bereichen, die unterhalb oder oberhalb des Referenzpegels liegen.
  • Die Linearisierung des Übertragungsfrequenzganges wird bei den SE MASTERING STUDIO MONITOREN rein elektromechanisch auf typische Werte von + / - 1 dB gebracht. Selbst sehr aufwändig abgestimmte Aktivlautsprecher erreichen kaum bessere Werte.
  • Die Linearisierung der Gruppenlaufzeit erfolgt bei den passiven Konstruktionen der SE MASTERING STUDIO MONITOREN durch mechanischen Versatz und entsprechende passive Filter. Damit ist eine weitgehend konstante Gruppenlaufzeit im Bereich von ca. 100 Hz bis 20 KHz sichergestellt und die hierzu kritische Darstellung räumlicher Phänomene in den Klangbildern sehr genau.
  • Die Entzerrung von Lautsprechern durch DSP wird heute oft auch in Verbindung mit der raumakustischen Entzerrung der Abhörsituation eingesetzt. Nutzer der SE MASTERING STUDIO MONITORE können jederzeit den neuesten Stand der diesbezüglichen Technik in ihre Abhörstrecke integrieren.

Sind aktive analoge Filter den passiven analogen Filtern überlegen?

  • Im Prinzip nein, denn es lassen sich dieselben Filtercharakteristika aktiv und passiv erzeugen. Eine Ausnahme bilden Filter höherer Ordnung und Gruppenlaufzeit kompensierte Filter, die sich nur aktiv aufbauen lassen - Filter dieser Arten werden in den SE MASTERING STUDIO MONITOREN jedoch nicht benötigt.

Sind passive analoge Filter den aktiven analogen Filtern überlegen?

  • Im Gegensatz zu den aktiven analogen Filtern zeigen angemessen dimensionierte analoge passive Filter praktisch kein Rauschen, keine Verzerrungen und keine dynamischen Grenzen.
  • Das Fehlen einer konstanten Last aus R / C / L Gliedern bei aktiven Monitoren scheint die Rückkoppelungen der Verstärker herauszufordern, so dass dynamische Kompressionen und Härtebildungen in den Klangfarben bemerkt wurden. Das sind klangliche Phänomene, die so von passiven Filtern nicht bekannt sind. Die vertiefte Erforschung dieser Phänomene ist indes ein Desiderat der Elektrotechnik und Psychoakustik.

Welche Verstärker werden für die SE MASTERING STUDIO MONITORE empfohlen?

  • Derzeit empfehlen wir hochwertige analoge Bipolartransistorendstufen in bewährter Class A oder AB Schaltungstechnik. Wir schliessen jedoch nicht aus, dass inskünftig digitale Verstärker auch aus klanglichen Gründen uneingeschränkt empfohlen werden können - wir verbleiben neugierig und zurückhaltend.

Können grosse Monitore in räumlich kleinen Abhörsituationen akustisch sinnvoll eingesetzt werden?

  • Ja, vorausgesetzt, dass die Raumakustik bei tiefen Frequenzen wenigstens in groben Zügen optimiert ist und eine angemessene Equalizierung vorgenommen wird. Dann sind auch in kleinen Räumen sehr tiefe Grenzfrequenzen der Übertragung zu realisieren.
  • Jnnerhalb der empfohlenen Abhördistanzen kommt der Hörer auch in kleinen Abhörsituationen in den Genuss der hohen Bandbreite, der geringen Verzerrungen und der umfangreichen Dynamik der grossen Monitore.

Werden die SE MASTERING STUDIO MONITORE in der Schweiz hergestellt?

  • Die Entwicklung, Fertigung, Montage und Qualitätskontrolle findet in der Schweiz statt. Um höchste Qualität sicher zu stellen werden auch besonders gefertigte Komponenten von spezialisierten internationalen Herstellern verwendet.